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Am Abend des 24. Februar 1920 erfolgte im Münchner Hofbräuhaus die öffentliche Bekanntgabe der neuen Partei durch Umbenennung der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP). An jenem Abend veröffentlichten Adolf Hitler, Dietrich Eckart, Hermann Esser, Rudolf Hess, Ernst Röhm und Gottfried Feder im Namen der NSDAP ihr Parteiprogramm, namens „25-Punkte-Programm“. Ein Parteiprogramm ist ein Dokument, in dem zusammengefasst wird für welche Grundprinzipien eine politische Partei steht und für was sie sich einsetzt.
Kurz danach begann die NSDAP, die ersten Mitgliedsausweise auszugeben. Und da sie nicht als „unbedeutende Kleinstpartei“ dastehen wollte, begann das offizielle Parteiverzeichnis mit der Nummer 501. Hitler wurde in diesem Verzeichnis mit der Nummer 555 geführt.
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Das Wort “Propaganda” kommt vom lateinischen Verb “propagare”, das bedeutet “ausbreiten”. Gemeint ist eine schriftliche, mündliche und bildliche Verbreitung von Meinungen und Ideen – mit dem Zweck, andere davon zu überzeugen. Das gezielte Werben von bestimmten Inhalten, Ideen und politischen Überzeugungen geschieht insbesondere über die Massenmedien – beispielsweise wenn in Zeitungen nur zu manchen Themen unterschiedliche Meinungen vertreten werden dürfen und viele Nachrichten tabu sind, während andere verbreitet werden müssen. Von Propaganda spricht man oft im Zusammenhang von diktatorisch gelenkten Regierungen, die sich selbst vor dem Volk positiv darstellen und keine kritischen Meinungen zulassen. So wurden zum Beispiel im Nazionalsozialismus alle “Medien” von einem Propagandaministerium geprüft – vor allem Zeitungspresse, Rundfunk, Film, Theater und Bücher. Die von den Nationalsozialisten zensierten und auch produzierten Medien verkauften den Deutschen eine “heile Welt”, die man dem Führer Adolf Hitler zu verdanken habe. Mit “Zensur” ist die Kontrolle und Unterdrückung kritischer und unerwünschter Inhalte gemeint. Die nationalsozialistische Regierung setzte sich auch selbst durch Propaganda in Szene und veranstaltete zum Beispiel mit viel Aufwand die Olympischen Sommerspiele des Jahres 1936 in Berlin, die auch im Ausland Deutschlands neue “Größe” zum Ausdruck bringen sollten. Viele deutsche Filme aus dieser Zeit thematisierten nicht etwa den Nationalsozialismus selbst oder später den Krieg, sondern setzten auf scheinbar unpolitische und heitere Unterhaltung – so zum Beispiel die deutschen “Heimatfilme”. Die Partei benutzte ausserdem die relativ neue Rundfunktechnik – das Radio wurde zentral gesteuert und erreichte mit Leichtigkeit die Massen, die Hitler auf diesem Weg direkt ansprach.
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