Texte

Text 1

1492 wurde Amerika durch Kolumbus entdeckt. Als Erste nahmen danach Spanier Teile Nordamerikas in Besitz – und zwar im Südwesten (Neu Mexiko). Auch auf der Halbinsel Florida wurden Spanier sesshaft. Im Norden von Florida gründeten Spanier im Jahr 1565 die erste Dauersiedlung von Europäern im Raum der heutigen USA. Franzosen siedelten zum einen im Südosten des heutigen Kanadas, später auch im Gebiet um die fünf grossen Seen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam es durch die Franzosen zur Gründung der Stadt Quebec und danach der Kolonie Neu-Frankreich. Auch im Gebiet des Mississippis ließen sich Franzosen nieder. Franzosen schufen 1682 am unteren Lauf dieses Flusses die Besitzung Louisiana. Engländer besiedelten die Ostküste Nordamerikas im Gebiet der heutigen USA. 1607 entstand hier die älteste englische Niederlassung auf Dauer, nämlich Jamestown. Im Jahr 1620 landeten puritanische Familien („Pilgerväter“) aus England kommend mit dem Schiff Mayflower bei Cap Cod (= Nähe der heutigen Stadt Boston). Die Puritaner lehnten die englische Staatskirche ab und wollten ihren Glauben als Siedler in Nordamerika frei ausleben. In der Folgezeit erreichten immer mehr europäische Auswanderer, vor allem Engländer, die Ostküste Nordamerikas und errichteten dort bzw. landeinwärts Siedlungen. Englische Kolonien wurden gegründet.

Text 2 – Die ersten europäischen Siedler

Eine Handelsgesellschaft aus London hatte im Jahr 1607 die erste englische Siedlung auf dem amerikanischen Kontinent gegründet: die Stadt Jamestown im heutigen Staat Virginia. Man versprach sich ertragreiche Geschäfte mit den Indianern und hoffte, Gold und Silber zu finden.

Aber der erwünschte Erfolg blieb aus. So begannen die Siedler mit dem Tabakanbau. Tabak war eine gefragte Ware und sehr in Mode. Der Erfolg zog Bauern aus Europa an, die in ihrer Heimat immer mehr verarmt waren. Sie sahen in Amerika ihre Chance für die Zukunft.

Sie wagten die Schiffsreise nach Amerika und gründeten an der Ostküste zahlreiche Siedlungen und Dörfer. Immer mehr Engländer, Holländer, Schweden, Deutsche, Iren und Italiener zog es mit der Zeit ins Land der “unbegrenzten Möglichkeiten”.

Text 3 – Auf der “Mayflower” nach Amerika

Viele dieser Aussiedler gehörten der christlichen Gemeinschaft der “Puritanier” an, die in Europa verfolgt wurden. Sie bestiegen am 16. September 1620 das Segelschiff “Mayflower”, zu deutsch “Maiblume”.

Auf dem Schiff reisten insgesamt 102 Personen, darunter drei schwangere Frauen und zahlreiche Kinder sowie 34 Besatzungsmitglieder. Die Route führte von Plymouth in England zur englischen Kolonie Virginia in Amerika. Die Reise verlangte den Menschen viel ab, die hygienischen Verhältnisse an Bord waren schlecht, Krankheiten brachen aus und die Seekrankheit machte den Leuten zu schaffen. Sogar zwei Kinder wurden an Bord geboren.Nach 66 Tagen kam das Schiff an. Wegen der schlechten Wetterbedingungen musste man nördlicher als geplant, bei Cape Cod, an Land gehen und überwintern.

Doch zuvor vereinbarten die Aussiedler noch eine gemeinsame Verfassung, den so genannten “Mayflower Compact”. In diesem Vertrag wurde vereinbart, dass alle die gleichen Rechte haben sollten.

Sie suchten ein Gebiet für ihre Siedlung aus, mit Süsswasservorräten und fruchtbarem Boden und bearbeiteten das Land. Ihre Siedlung nannten sie “Plymoth Plantation”.Noch heute gibt es die Stadt Plymouth im Bundesstaat Massachusetts.

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Text 5

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