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Text 1 – Grosses Moos vor den Juragewässerkorrektionen
Text 2
Bis vor 200 Jahren bestimmten allein die Naturkräfte den Lauf der Flüsse. Der Mensch wich den Gefahren des Wassers aus, wo immer das möglich war. Mit dem technischen Fortschritt änderte sich das Verhältnis des Menschen zur Natur. Die aufstrebenden Forscher setzten sich zum Ziel, die Gesetzmässigkeiten der Natur zu ergründen. Das Vertrauen der Bevölkerung in technische und wissenschaftliche Problemlösungen wuchs. Forstwirtschaftliche und wasserbauliche Massnahmen wurden immer wichtiger. Ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man die Landschaft umzugestalten, um grosse Gebiete vor immer wiederkehrenden Hochwasserkatastrophen zu schützen und für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.
Zu diesem Zweck wurden folgende Massnahmen ergriffen:
Text 3
Im Grossen Moos richteten Überschwemmungen entlang der Aare immer wieder verheerende Schäden an. Deshalb leitete man die Aare von Aarberg in den Bielersee um, wo das Hochwasser und das Geröll, das der Fluss aus den Bergen mit sich brachte, absorbiert werden konnte. Dies geschah durch den künstlich geschaffenen Hagneckkanal.
Damit der Bielersee bei Hochwasser nicht überflutete, musste dessen Abfluss durch den Bau des Nidau-Büren-Kanals zwischen Biel und Büren verbessert werden. Um das Wasser aus dem Bielersee auch in den Neuenburger- resp. den Murtensee ablassen zu können, verband man die drei Seen, indem man die beiden kleinen Flüsse “Broye” und “Zihl” zu leitungsfähigen Kanälen ausbaute.
Fortan diente der Bielersee als Ablagerungsbecken für Schutt und Sand bei Hochwasser. Durch die Verbindung der drei Seen (Bieler-, Neuenburger- und Murtensee) entstand ein zusammenhängender Speicherraum für Hochwasser.
Die Bauarbeiten der ersten Juragewässerkorrektion dauerten von 1868 bis 1891 und veränderten die Landschaft im Grossen Moos grundlegend.