Pear Harbour

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Japan prescht in Asien vor

Japan verfolgte seit 1930 unter der Herrschaft des Kaisers Hirohito eine sehr aggressive Aussenpolitik. Die Japaner verehrten ihren Kaiser wie eine Gottheit und folgten ihm in den Kampf. In den Jahren 1931/32 bestzten japanische Truppen die Mandschurei, einen Teil von China. 1937 drangen die Japaner in China weiter vor, brannten Häuser nieder und töteten die Einwohner, unter ihnen auch tausende Frauen und Kinder. Später besetzte Japan weitere Teile Asiens wie Indochina.

Japan verfolgte das Ziel, die stärkste Macht Asien in Asien zu sein und den politischen Einfluss der Amerikaner in dieser Region zu schwächen. Dieses Vorgehen Japans verschlechterte das Verhältnis zu den USA immer mehr. Der Präsidenten der USA, Franklin D. Roosevelt, kündigte Handelsverträge mit Japan und verbot, dass bestimmte Waren, wie zum Beispiel Erdöl oder Eisen, nach Japan geliefert werden durften (Wirtschaftsembargo). Damit wollte die US-Seite den Abzug aller japanischen Soldaten aus den besetzten Ländern erzwingen.

Durch das Wirtschaftsembargo verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage in Japan immer mehr, da es in diesem Land nicht viele Rohstoffe gibt und es auf Einfuhren, vor allem von Erdöl, angewiesen war. Deshalb verlangte Kaiser Hirohito von Franklin Roosevelt das Ende der Wirtschaftsblockade und das Recht, in Asien seine Vormachtstellung zu behalten. Dieser wiederum forderte, dass die Japaner ihre eroberten Gebiete zurückgeben. Keiner der beiden gab nach. In dieser Situation sahen die Japaner keine andere Lösung, als die USA anzugreifen, obwohl sie sich sehr wohl bewusst waren, dass die US-Armee der japanischen um ein Vielfaches überlegen war. Daher wollten sie den USA nicht offiziell den Krieg erklären, sondern planten im Jahr1941 einen heimlichen überraschenden Überfall.

Wirtschaftsembargo

Das Wort “Embargo” stammt vom spanischen Verb “embargar”, was übersetzt behindern oder in Beschlag nehmen heisst. Ein Embargo kann von einer bestimmten Gruppe von Ländern gegen ein anderes Land ausgesprochen werden. Wenn ein Land zum Beispiel gegen die Völkerrechte (das sind Verträge, in denen geregelt wird, wie ein Land sich in Friedens- und Kriegszeiten zu benehmen hat, zum Beispiel auch die Menschenrechte) verstösst, kann es von anderen Ländern bestraft werden.

Diese Strafe – man nennt sie auch “Sanktion” – kann zum Beispiel sein, dass die Länder keine Waren mehr in das Land liefern und das Land auch keine Waren mehr verkaufen kann. Das heisst, Import (Einkauf von Waren aus dem Ausland) und Export (Verkauf von Waren ins Ausland) werden unterbunden. Diese Sanktion nennt man Embargo. Ein Embargo ist also ein politisches Druckmittel. Das Land, gegen welches das Embargo ausgesprochen wurde, gerät dadurch in wirtschaftliche und politische Nöte.

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Der Angriff auf Pearl Harbor

1941 griff die japanische Armee den US-amerikanischen Militärstützpunkt Pearl Harbor im Pazifik an.

Pearl Harbor ist ein Hafen auf der Insel Oahu. Diese gehört zur Inselgruppe von Hawaii, einem Bundesstaat der USA. Sie liegt inmitten des Pazifischen Ozeans. In Pearl Habor befindet sich viele Schlachtschiffe, Flugzeugträger und Kampfflugzeuge der USA.

Der Überfall erfolgte so überraschend, dass die amerikanische Seite nicht dazu kam, sich wirksam zu verteidigen. Das Ergebnis der Bombardierungen von Pearl Harbor war verheerend: 2.400 US-Soldaten wurden getötet und 1.200 verwundet. Zahlreiche Schiffe wurden zerstört und versenkt und 188 Flugzeuge am Boden zerstört.

Der japanische Angriffsverband bestand aus sechs Flugzeugträgern mit insgesamt 441 Flugzeugen an Bord, rund 16 Kriegsschiffen und sechs U-Booten. Von den Flugzeugträgern starteten dann am Morgen gegen 6.10 Uhr 183 Bomben- und Jagdflugzeuge zu ihrem Angriff auf das US-Flottenhauptquartier

Die Japaner hatten ihren Angriff auf einen Sonntag gelegt, da sie wussten, dass sonntags ein großer Teil der amerikanischen Soldaten Urlaub oder Ausgang hatte. Da auf US-amerikanischer Seite niemand mit einem japanischen Angriff rechnete, waren die Liegeplätze der Schiffe und die Flugplätze auf Pearl Habor nicht besonders geschützt. Auch die Fliegerabwehr der Insel war nicht auf einen Angriff japanischer Flugzeuge vorbereitet.

Unter den zerstörten amerikanischen Schiffen befand sich auch die sogenannte USS Arizona, eines der mächtigsten Schlachtschiffe ihrer Zeit. Über dem Wrack der USS Arizona steht heute ein besuchbares Gedenkzentrum, das an den Tag erinnert an dem die USA zum ersten Mal auf eigenem Boden angegriffen wurde.

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Flagge USA

Flagge Japanisches Kaiserreich

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Die Stimmung in der USA kippt

Der Überfall war zunächst ein grosser militärischer Erfolg für die Japaner. Letztlich schadete er den Japanern aber mehr, als er ihnen nützte. Am Tag nach dem Überfall auf Pearl Harbor erklärten die USA Japan den Krieg. Da die Japaner Verbündete des nationalsozialistischen Deutschlands waren, erklärte Hitler drei Tage später der USA den Krieg.

Tatsächlich kippte durch den “heimtückischen Überfall” die Haltung in der US-Bevölkerung und in den Zeitungen und auf Plakaten wurde massiv Stimmung gegen die Japaner gemacht. Vor dem Angriff auf Pearl Harbor wollten 97 Prozent der US-Bürger, dass sich ihr Land aus dem zweiten Weltkrieg heraushält, aber die Gegner Hitlers unterstützt.

Dies änderte sich schlagartig, als die US-Bürger sahen, dass ihr Land direkt angegriffen wurde. Das Volk stand nun hinter dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der den Kriegseintritt vorantrieb. Viele US-Amerikaner meldeten sich sogar freiwillig zur Armee, sodass die Werbebüros der Streitkräfte von Freiwilligen förmlich überrannt wurden.

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Die Schlacht um Midway

Die sechs Midway-Inseln liegen auf halber Strecke zwischen Tokio (Japan) und Los Angeles (USA). Sie haben zusammen nur eine Fläche von 12 km2, halb so gross wie die Gemeinde Mettmenstetten. Die Inseln dienten der USA hauptsächlich als Zwischenlandestation für Passagier- und Frachtflugzeuge auf dem Weg von Kalifornien nach Japan.  Ab 1940 errichtete die amerikanische Armee dort einen Luftwaffenstützpunkt, wo auch U-Boote aufgetankt wurden.

Ein halbes Jahr nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour verlegte der Kaiser Hirohito in geheimer Mission elf Schlachtschiffe, 81 kleinere Kampfschiffe, sechs Flugzeugträger mit 319 Flugzeugen und 20 U-Boote in Richtung der Midway-Inseln. Er plante einen weiteren Überraschungsschlag gegen die US-Kriegsflotte mit dem Ziel, diese nun endgültig zu vernichten.

Der US-Armee gelang es aber, den japanischen Funk abzuhören und die geheime Code-Sprache der Japaner zu knacken. Dadurch waren die Amerikaner über den bevorstehenden japanischen Angriff informiert und brachten rasch ein riesiges Aufgebot an Flugzeugträgern und Flugzeugen auf die Inseln. So überraschten auf Midway nicht die Japaner die Amerikaner, sondern umgekehrt.

Rund um die Midway-Inseln kam es zu einem verlustreichen Luftkampf zwischen der japanischen und der amerikanischen Armee. Zu Beginn waren die Japaner mit ihren «Zero Fighter» Flugzeugen überlegen. Doch mit gezielten Bombenabwürfen gelang es den Amerikanern, vier der sechs japanischen Flugzeugträger zu versenken, sodass sich die stark geschwächte japanische Kriegsflotte zum Rückzug gezwungen sah. In dieser Schlacht verloren die Japaner viele ihrer ausgebildeten Piloten sowie ihre Flotten-Vormacht im Pazifik.

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Island Hopping und die Schlacht um Iwo Jima

(19. Febr.-26. März 1945)

Nach dem Kriegseintritt schaltete die USA einen Grossteil ihrer Industrie auf «Kriegsmodus» um. Das heisst, dass viele Arbeitskräfte und Rohstoffe wie Eisen, Erz oder Erdöl für die Herstellung von Kriegsmaterial eingesetzt wurden. Japan machte das gleiche, aber mit geringerer industrieller Kraft. Zum Beispiel produzierte Japan in den vier Jahren nach dem Angriff auf Pearl Harbor fünf grosse Flugzeugträger, die USA hingegen 16 grosse und 70 kleine. Auch die Fabrikation von Flugzeugen, Kriegsschiffen und U-Booten sowie die Ausbildung von Kampfpiloten wurde in beiden Ländern vorangetrieben.

Nach der Niederlage von Pearl Harbour begann die USA, eine Pazifik-Insel nach der anderen östlich von Hawaii zu erobern. Die amerikanische Armee «sprang» sozusagen von einer Insel zur nächsten und kam dem japanischen Festland immer näher. Später nannte man diese Strategie «Island Hopping»: ein harmlos klingender Begriff für den Kampf um die unbewohnten «Mini-Inseln», wenn man die zehntausenden von gefallenen Soldaten bedenkt.

Die Schlacht um die zu Japan gehörende Insel Iwo Jima war eine der blutigsten dieser Insel-Eroberungsserie, zugleich eine der entscheidendsten und letzten. Für die Amerikaner war die Einnahme dieser nah am japanischen Festland gelegenen Insel wichtig, weil ihre Flugzeuge von dort aus japanische Grossstädte wie Tokio, Hiroshima oder Nagasaki ohne Flugzeugträger und Zwischenstopps bombardieren konnten.

Im Berg Suribachi auf Iwo Jima errichtete die japanische Armee ein ausgeklügeltes Bunker- und Höhlennetz, in dem sich 20’000 Soldaten verschanzten. Von diesem Versteck aus bombardierten und beschossen sie die auf der Insel gelandeten Amerikaner. Über einen Monat brauchten die 110’000 amerikanischen Kämpfer, bis der letzte japanische Soldat aus der Höhle kroch und sich ergab. Der Kampf um diese Insel, die nur gerade doppelt so gross ist wie Mettmenstetten, forderte über 25’000 Todesopfer.

Die Fotografie der Aufrichtung der amerikanischen Flagge auf dem Berg von Iwo Jima gehört bis heute zu den berühmtesten Kriegsbildern und diente als Vorlage für zahlreiche Denkmäler und Statuen in der USA.

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Hello

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(Quelle: https://www.vbs.admin.ch/de/verteidigung/schutz-des-luftraumes.html)

Text 1 : Contra

24 Milliarden Franken sind zu viel!

Der Bundesrat behauptet, dass die Anschaffung der neuen Kampfjets 6 Milliarden Franken kosten wird. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit: Die neuen Kampfjets werden über die gesamte Lebensdauer (inkl. Unterhalt und Reparatur) mindestens 24 Milliarden Franken kosten. Dieses Geld könnte man für unsere Seniorinnen und Senioren, für die Kranken und für die Umwelt besser einsetzen!

Katastrophal für die Umwelt

Der Klimawandel stellt die grösste Bedrohung für die Menschheit dar. In Anbetracht dieser Tatsache erscheint der Kauf neuer, massiv umweltschädlicher Kampfflugzeuge höchst fragwürdig. Kampfflugzeuge sind nicht nur teuer, sondern verbrauchen auch viel Energie. Ein Kampfjet braucht 5000 Liter Kerosin pro Stunde — damit könnte ein normales Auto 2,5 Mal um die Erde fahren.

Es gibt bessere Alternativen

Die Schweiz braucht selbstverständlich eine solide Luftpolizei. Dafür könnten aber auch leichte Kampfjets beschafft werden, die einen Bruchteil der Kosten von Luxus-Kampfjets verursachen und viel umwelt- und lärmfreundlicher sind. Solche Alternativkonzepte wurden jedoch nicht mal geprüft. Deshalb sagen wir nein zu den neuen Kampfjets!

(Quelle: Abgeändert und gekürzt aus : https://www.sp-ps.ch/de/kampagnen/unterschriftensammlungen/nein-zu-luxus-kampfjets)

Text 2 : Pro

Alte Flugzeuge müssen durch neue ersetzt werden

Die derzeit verwendeten Flugzeuge «Hornet» und «Tiger» erreichen spätestens 2030 das Ende ihrer Lebensdauer. Die Flugzeuge des Typs «Tiger» sind seit 1978 im Einsatz und bereits jetzt technisch veraltet. Es ist daher sinnvoll, beide alten Flugzeugtypen zu ersetzen. Die Beschaffung leichter Trainingsflugzeuge, wie sie die SP vorschlägt, kann laut dem Militär die Anforderungen an die heutige Luftraumsicherung nicht erfüllen.

Für die Sicherheit der Schweizer Bevölkerung

Die neuen Flugzeuge erhöhen die Sicherheit der Schweiz und ihrer Bevölkerung. Die Schweiz muss nicht nur die Sicherheit am Boden gewährleisten können, sondern auch in der Luft. Obwohl es zurzeit um unser Land herum keine Kriege gibt, ist diese Sicherheit trügerisch. Scheinbar stabile Verhältnisse können sich rasch ändern.

Luftraum muss geschützt werden

Auch in Friedenszeiten sind Flugzeuge zum Schutz des Luftraums unerlässlich für die Sicherung der Schweiz. Wenn Flugzeuge ohne Erlaubnis die Schweizer Grenze überqueren, können diese kontrolliert und zur Umkehr oder Landung gezwungen werden. Auch können wichtige Anlässe wie UNO-Konferenzen oder das World Economic Forum WEF in Davos aus der Luft geschützt werden. Pro Jahr werden die Kampfjets auch in Friedenszeiten rund 40 Mal für Ernstfälle eingesetzt.

(Quelle: Abgeändert und gekürzt aus : https://sicherheit-ja.ch/um-was-geht-es/)