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Das Jüngste Gericht
Wenn ein Mensch um das Jahr 1500 in eine Kirche oder eine Kathedrale trat, erblickte er über dem Eingang oft ein grosses Bild aus Stein. Es erinnerte ihn an die wichtigsten Punkte der christlichen Lehre, an die er glaubte: Der Mensch ist ein Sünder! Immer wieder verstösst er gegen die Gebote Gottes in der Bibel. Er kann andererseits auch Gutes tun. Wenn der Mensch stirbt wird Gott über seine Seele Gericht halten. Jene, die mehr Sünden begangen haben als gute Taten, werden auf ewig in die Hölle kommen, die anderen in den Himmel zu Gott. Erzengel Michael wiegt die Seelen am Jüngsten Gericht. Er unterscheidet zwischen den guten und schlechten Taten der Menschen. Sein Gegenspieler ist der hinterhältige Teufel, der bedacht ist, das Urteil zu seinen Gunsten zu beeinflussen.
Listig versucht er, die Waagschale zum Beispiel in Gestalt einer Kröte nach unten zu ziehen. Nach dem Gerichtsentscheid warten auf die Gerechten ewige himmlische Freuden, auf die Verdammten zeitlose höllische Qualen. Im Himmel wird oft mit Erzvater Abraham abgebildet, der die guten Seelen in seinem Schoss hält. Oft werden die geretteten Seelen gezeigt, die zum Himmelstor hinlaufen. Die verdammten Seelen werden in einem heissen Topf in der Hölle gekocht. Über dem Gericht sitzt oft Jesus Christus auf einem Thron umgeben von seinen Aposteln.
Eingangsportal Kathedrale von Bourges

Gemälde von Hans Memling

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Christoph Froschauer
Der Deutsche Christoph Froschauer erlernte in Augsburg die Kunst des Buchdrucks. Im Jahr 1515 zog er im Alter von 25 Jahren nach Zürich und eröffnete eine Druckerei. Neun Jahre später druckte er zum ersten Mal, die von Martin Luther ins Deutsche übersetzte Bibel. Kurz darauf entstand in seiner Druckerei in Zusammenarbeit mit Huldrych Zwingli auch die weltbekannte «Zürcher Bibel». Auf die meisten seiner Bücher druckte er sein Logo, nämlich einen Baum mit kletternden Fröschen. Froschauer starb im Alter von 74 Jahren an der Pest. Seine Druckerei überlebte aber bis heute und ist uns bekannt als «Orell Füssli».
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Bild 6 – Eingangsportal Kathedrale von Bern
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Bild 16 – Eine Seite aus der Gutenberg Bibel von 1455. Die Bemalung erfolgte per Hand.
Bild 17 – Die Titelseite der “Zürcher Bibel”
Bild 18 – Google Maps Street-View, im Zürcher Niderdorf
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